Erlaubnis nach §11 TierSchG für die Vermittlung, Haltung, Pflege und Unterbringung von Tieren

Genehmigung nach dem TierSchG § 11 Abs. 1 Nr. 2 (tierheimähnliche Einrichtungen) und nach §11 Abs. 1 Nr. 3b (Handel mit Wirbeltieren)

 
Die gängige Praxis, Tiere im In- und Ausland aus unwürdigen Umständen zu retten und über Pflegestellen zu vermitteln, ist genehmigungspflichtig. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Verein eingetragen und / oder gemeinnützig ist. Nach der Auffassung vieler Veterinärbehörden sowie zuständigen Landesoberbehörden
 sind mit einer derartigen  standortunabhängigen (Vereins)-Genehmigung dann meistens auch alle kleineren angeschlossenen Pflegestellen (max. 1-2 Tiere) mit genehmigt. Hierzu muss der Verein während des Genehmigungsverfahrens meistens ein Pflegestellenkonzept einreichen und die Adressdaten der angeschlossenen Pflegestellen der zuständigen Veterinärbehörde mitteilen.

Entgegen viel verbreiteter Meinung sind Tiere gemäß §90a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) keine Sachen! Wer fremde Tiere (z.B. Hunde, Katzen) pflegt oder betreut, übernimmt vielmehr eine ganz besondere Verantwortung, so dass der Betrieb einer gewerblichen Tierpension oder das professionelle Arbeiten als Tiersitter einem behördlichen Genehmigungsvorbehalt unterliegt. Wer daher eine Hundepension eröffnen oder als gewerblicher Tiersitter Hunde von Dritten betreuen will, benötigt dafür gemäß § 11 Absatz 2 Nummer 1 Tierschutzgesetz (TierSchG) eine Erlaubnis.

Die Vorschrift des § 11 TierSchG ist darüber hinaus auch für private Tierschutzorganisationen und Tierschutzvereine relevant, die auf Basis von Pflegestellen arbeiten und kein eigenes Tierheim unterhalten. Wer als Tierschutzorganisation oder eingetragener Tierschutzverein Abgabe- und Fundtiere aufnimmt, diese dann bis zu einer Vermittlung an neue Besitzer bei privaten Pflegestellen unterbringt, benötigt ebenfalls eine Erlaubnis nach § 11 TierSchG als tierheimähnliche Einrichtung, weil es sich dabei um eine Tierhaltung und Tierbetreuung handelt, die über das Maß einer privaten Tierhaltung hinausgeht.

 

All diese vom Gesetzgeber festgelegten Anforderungen werden von unserem Verein erfüllt, sodass wir nach Vorlage sämtlicher Unterlagen und Nachweise am 24.09.2013 die Zertifizierung gem. §11 TierSchG durch die zuständige Veterinärbehörde erhalten haben. Dies berechtigt uns nunmehr, unsere uns gestellten Aufgaben zukünftig mit der erforderlichen behördlichen Genehmigung weiterzuführen, was ohne ein solches Zertifikat gesetzlich nicht mehr zulässig ist.

 

Genaue gesetzliche Bestimmungen sowie Ausführungen hierzu unter:

http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/__11.html 

http://zergportal.de/Gericht/%A711_Genehmigungen_TierSchG.pdf 


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